* 43 *

43. Ausbruch

 

Milos

Nicko fiel durch die Tür wie ein Sack Kartoffeln. Jenna fing ihn auf und kippte unter seinem Gewicht hintenüber.

»Nicko! Oh, Nicko ... bist du in Ordnung?«

Nicko nickte, rang nach Atem wie ein Fisch auf dem Trockenen und hustete. »Was ... was tust du denn hier, Jenna?«

Snorri kam mit einer kleinen roten Katze unterm Arm herausgestürmt. »Nicko, Nicko. Jetzt wird alles wieder gut«, seufzte sie und legte den Arm um ihn.

Aber Jenna war noch nicht ganz beruhigt. »Nicko, wo ist Milo?« Nickos Antwort ging im allgemeinen Tumult unter, als der Tresorraum sich leerte, doch ein donnernder Befehl beantwortete Jennas Frage.

»Ruhe!«, ertönte Milos Stimme. Der Lärm verebbte, und die Besatzung – ein Dutzend blutverschmierter struppiger Gestalten unterschiedlicher Größe und Statur, die ein Kunterbunt von Nachthemden, gestreiften Matrosenblusen und dunkelblauen Kniehosen trugen, manche sogar Zöpfe, mit denen sie Lucy Gringe Konkurrenz machen konnten – verstummte. In einem zerknitterten und blutbefleckten Nachthemd trat Milo heraus, kreidebleich im Gesicht, aber immer noch ganz der Chef. Er suchte mit den Augen den schmalen Flur ab, in dem jetzt dichtes Gedränge herrschte. Leider hatte er seine Brille nicht dabei. »Jem!«, rief er. »Jem, wo steckst du? Hast du uns herausgelassen?«

Jenna verstand irrtümlich »Jen« und freute sich. Milo hatte doch tatsächlich an sie gedacht. »Ja«, rief sie, »ich war es!«

»Jenna?« Verdutzt blickte sich Milo um. Das Licht war trüb, und in Augenblicken wie diesem ärgerte es ihn, dass er kurzsichtig war. Er sah seine Seeleute, die inzwischen in einer Reihe Aufstellung genommen hatten, und dann erblickte er zu seinem Erstaunen auch – ja, er war sich ganz sicher – Septimus und Beetle, zusammen mit zwei zerlumpten jungen Leuten von zweifelhafter Sauberkeit. Wo kamen sie alle her? Und schließlich entdeckte er zu seiner maßlosen Verwunderung auch noch Jenna – ganz hinten in die Ecke gedrängt, halb verdeckt von Nicko und einem Tauknäuel.

»Jenna! Aber ... wie kommst du denn hierher?«

Zu Milos Überraschung – und ihrer eigenen – rannte sie zu ihm hin und schlang die Arme um ihn. »Oh, Milo, ich dachte schon, ihr wärt... Ich meine, wir dachten, ihr wärt alle tot!«

»Ein paar Minuten länger, und wir wären es gewesen«, sagte Milo, lächelte zu ihr herab und tätschelte ihr etwas verlegen den Kopf. »Obwohl ich letztes Jahr für exotische Kakteen, hinter denen ich her war, eine Belüftungsanlage mit Filtern eingebaut habe. Sehr leistungsstark, aber nicht für fünfzehn Menschen gedacht. Wir haben da drin mit dem Tod gerungen, das kann ich dir sagen. Aber jetzt wollen wir nachsehen, was diese Halunken gestohlen haben. Vermutlich haben sie alles geplündert, was nicht niet- und nagelfest war, und sich dann davongemacht. Ruchloses Gesindel. Mit bloßen Händen wäre ich auf sie los, aber ...«

»Aber was?«, unterbrach ihn Jenna schroff. Sie hatte schon zu viele Geschichten dieser Art von ihm gehört.

»Aber was kann man schon tun, wenn sie jemandem ein Messer an die Kehle setzen?«, sagte Milo.

Nicko fasste sich an den Hals, und Jenna bemerkte eine rote Schramme unter seinem Ohr. »Nicko!«, stieß sie hervor. »Doch nicht dir?«

Nicko nickte. »Doch«, sagte er bitter. »Mir. Schon wieder.«

Jenna korrigierte rasch ihre Meinung.

Milo war mit den Gedanken woanders. »Du da«, sagte er zu dem Matrosen, der ihm am nächsten stand. »Geh und hol Jem. Ich muss wissen, was er da unten festgestellt hat. Er kann von Glück sagen, dass ihm das alles hier erspart geblieben ist.«

Der Matrose wandte sich zum Gehen, aber Jenna hielt ihn fest.

»Nein«, sagte sie zu Milo. »Er kann nicht von Glück sagen. Er ist nämlich tot.«

»Was?«

»Sie – diese Halunken – haben ihn umgebracht.«

Ein bestürztes Raunen ging durch die Reihe der Seeleute.

»Tot?« Milo blickte erschrocken. »Tot. Und ... wo ist er jetzt?«

»Wir ... wir haben ihn zu einem Felsen am Strand gebracht. Wir ... vielmehr, Sep hat versucht, ihm zu helfen, aber wir konnten nichts mehr für ihn tun.«

»Wer meldet sich freiwillig, um Jem heraufzuholen?«, rief Milo.

Zahlreiche Hände flogen in die Höhe. Milo wählte vier Männer aus, denen die brutalen Crowes keine Stichwunden beigebracht hatten. Sie machten sich sofort auf den Weg. »Der Rest geht runter in den Krankenraum und verarztet sich. Anschließend alle an Deck. Ich möchte, dass das Schiff wieder flottgemacht wird und mit der nächsten Flut auslaufen kann.«

»Aye, aye, Sir«, antwortete die Besatzung.

»Jem war ein guter Mann«, seufzte Milo traurig, während die Seeleute um die Ecke verschwanden. »Ein guter Mann und auch ein guter Sanitäter.«

»Da könnte ich einspringen«, sagte Septimus. »Ich besitze Grundkenntnisse in der Heilkunst.«

Aber Milo hörte gar nicht hin. »Kommt alle mit«, sagte er. Er breitete die Arme aus und schob sie vor sich her durch den Flur. »Ihr habt euch wacker gehalten – die Piraten in die Flucht geschlagen, was? Jetzt müssen wir feststellen, was di Cerys abbekommen hat. Ach, wenn ich diese Halunken in die Finger kriege ...«

Es ärgerte Jenna, dass er auf Seps Hilfsangebot überhaupt nicht einging, aber dass er sie wie ein paar verängstigte Kleinkinder behandelte, machte sie wirklich wütend. »Nun, du kannst sie haben«, sagte sie in der Absicht, ihn auf die Probe zu stellen. »Sie sind im Laderaum.«

Milo war wie vom Donner gerührt. »Im Laderaum?«

Jenna bemerkte, wie er erbleichte. Es überraschte sie nicht. Sie hatte die ganze Zeit gewusst, dass er Angst hatte.

»Ja«, antwortete sie. »Im Laderaum.«

»Bei ... bei der Truhe?«, flüsterte Milo. »Sie sind im Laderaum bei der Truhe?«

»Ja, natürlich sind sie im Laderaum bei der Truhe. Sep und Wolfsjunge haben sie hineingestoßen. Zwei gegen drei – das war wirklich mutig«, sagte sie spitz, ließ aber unerwähnt, dass die beiden zu dem Zeitpunkt unsichtbar gewesen waren.

Sie waren um eine Ecke gebogen und gingen nun einen Gang entlang, der an den Laderaum grenzte. Lautes Klopfen drang durch die Wand.

»Wie viele sind denn drin?«, fragte Milo flüsternd.

»Drei«, antwortete Septimus. »Wir haben drei hineingestoßen.«

»Klingt jetzt aber nach mehr als drei«, bemerkte Wolfsjunge. »Das muss am Echo oder so liegen.«

Milo blickte entsetzt. Jenna schämte sich für ihn – wie konnte er wegen drei Schwachköpfen, die im Laderaum eingesperrt waren, solche Angst haben? Und damit nicht genug. Jetzt führte er auch noch Selbstgespräche. »Nein, ausgeschlossen«, sagte er gerade. »Sie können nicht wissen, was es ist. Das ist unmöglich.« Milo holte tief Luft und schien seine Gedanken zu sammeln. »Ich gehe an Deck«, sagte er. »Wir müssen den Laderaum sichern. Nicko, kommst du mit? Ich werde deine Hilfe brauchen.« Und damit stürzte er davon. Nicko war froh, dass er sich wieder nützlich machen konnte, und lief hinterher.

Jenna sah ihrem Vater nach, wie er den Flur hinunterrannte. Sein Nachthemd flatterte, und seine Samtpantoffeln machten auf den Planken ein klatschendes Geräusch wie ein Paar Taubenflügel. »Jetzt hat er den Verstand verloren«, sagte sie.

»Na ja«, sagte Wolfsjunge, »er macht sich eben Sorgen.«

»Und dazu hat er, glaube ich, auch allen Grund«, fügte Snorri langsam hinzu.

»Wie meinst du das?«, fragte Jenna, die manchmal Mühe hatte, aus Snorris Gerede schlau zu werden.

»Auf diesem Schiff gibt es alte Geister. Ich spüre sie jetzt. Vorher habe ich sie noch nicht gespürt. Und Ullr spürt sie auch, siehst du?« Sie hielt Ullr hoch. Das Fell stand ihm zu Berge. Er sah aus wie eine große rote Pusteblume.

Beetle kicherte.

»Das ist nicht lustig«, sagte Snorri vorwurfsvoll. »Ullr sieht Dinge. Er sieht, dass etwas hier ist, und das ist nicht zum Lachen. Ich helfe Nicko.« Hoch erhobenen Hauptes stolzierte sie davon.

Jenna wurde nachdenklich. Sie hatte Ullr mehrere Monate lang versorgt und hatte großen Respekt vor dem Kater. Auf Snorri hielt sie keine großen Stücke, aber mit Ullr war es etwas anderes.

Sie bogen um eine Ecke und sahen, wie sich Snorri durch die Menge vor dem Krankenraum zwängte. Drinnen herrschte ein heilloses Durcheinander. Ein Besatzungsmitglied – noch ein halber Junge – war in einer Blutlache zusammengebrochen. Überall lagen Binden verstreut, und eine große Flasche Enzianviolett war verschüttet worden, sodass jetzt alle voller violetter Spritzer waren. Niemand schien zu wissen, was zu tun war.

»Das ist ja der reinste Wahnsinn hier«, sagte Septimus. »Ich werde eingreifen. 409 – ich könnte jemand gebrauchen, der sich mit Tränken auskennt.«

»Geht in Ordnung«, erwiderte Wolfsjunge grinsend. Von Tränken verstand er etwas.

»Ich übernehme das Verbinden«, erbot sich Lucy. »Darin bin ich gut. Binden sind wie Bänder, nur dehnbar.«

Septimus war anderer Meinung. »Sie sind überhaupt nicht wie Bänder«, widersprach er, quetschte sich durch das Gewühl und verschwand im Krankenraum.

»Sep«, rief ihm Jenna nach. »Ich gehe an Deck.«

»Ich komme mit«, sagte Beetle.

Jenna und Beetle gingen weiter den Korridor hinunter, an dessen Ende eine Leiter ins Mitteldeck hinaufführte. Sie erklommen die Leiter, durchquerten den Salon und gingen an den leeren Kabinen vorbei. Als sie sich der Treppe näherten, die aufs Oberdeck führte, hörten sie hinter sich anhaltendes Klopfen aus dem Laderaum.

Jenna sah Beetle besorgt an. »Vielleicht solltest du Septimus holen«, sagte sie. »Ich habe das Gefühl, dass wir ihn brauchen könnten.«

»Aber was ist mit dir?«

»Ich möchte nach oben und nachsehen, ob Nicko Hilfe braucht.«

»Das kann ich machen. Wie wär’s, wenn du zu Sep gehst?«

»Nein, Beetle. Ich bin nie da, wenn Nicko mich braucht. Geh und hol Sep – bitte.«

Beetle konnte nicht ablehnen. »Also gut. Wird nicht lange dauern. Jenna ... sei vorsichtig – versprochen?«

Jenna nickte und verschwand die Stufen hinauf.

Beetle staunte über die Veränderung im Krankenraum. Nur ein paar Minuten waren vergangen, und dennoch hatte Septimus alles organisiert. Der Junge, der zu Boden gesackt war, lag jetzt in einer Koje. Septimus behandelte ihn und beriet sich mit Wolfsjunge, was für ein Trank gegen eine hässlich aussehende Stichwunde zu verabreichen war. Am meisten jedoch staunte Beetle über Lucy Gringe – sie verband gerade einem Matrosen den Arm und sah aus wie die Tüchtigkeit in Person. Beetle war beeindruckt über Septimus’ Organisationstalent.

Ein verarzteter Matrose nach dem anderen verließ den Raum und begab sich an Deck. Beetle konnte es nicht erwarten, ebenfalls an Deck zu kommen, aber er wollte nicht stören. Er lehnte sich an den Türrahmen und sah Septimus bei der Arbeit zu. Septimus war sichtlich in seinem Element.

Septimus schaute auf und sah ihn in der Tür stehen.

»Alles in Ordnung?«, fragte er.

»Weiß ich nicht, Sep. Jenna möchte, dass du mit an Deck kommst. Irgendwas stimmt hier nicht.«

Wie aufs Stichwort ließ ein dumpfes Geräusch das Schiff erzittern.

»Oh. Geht klar. Bin gleich fertig. Ich möchte nur noch nach unserem Patienten sehen. Er hat viel Blut verloren.«

»Hört sich so an, als ob das Schiff über die Sandbank rutscht«, sagte der erste Offizier, der – abgesehen von dem Kombüsenjungen in der Koje – der Letzte war. Er stand auf und zuckte zusammen. »Ich werde an Deck gebraucht. Begleiten Sie mich, Miss?«, fragte er Lucy.

»Ich fühle mich hier wohl«, antwortete Lucy.

»Nein, Lucy, geh lieber mit«, riet ihr Septimus.

»Sehr richtig, Sir«, stimmte der erste Offizier zu. »Besser, man ist an Deck, wenn ein Schiff ins Rutschen kommt.« Dann wandte er sich an den Kombüsengehilfen. »Wenn es Schwierigkeiten gibt, kommen wir runter und holen dich, mein Junge.«

Lucy und der erste Offizier gingen, und während Beetle, inzwischen etwas ungeduldig, darauf wartete, dass Septimus und Wolfsjunge endlich fertig wurden, spürte er plötzlich, wie etwas seinen Fuß streifte. Er blickte nach unten und sah eine lange Reihe von Ratten, die, eine dicht hinter der anderen, an ihm vorbei zu der Leiter am hinteren Ende des Gangs liefen. Er erschauderte, und nicht, weil er etwas gegen Ratten gehabt hätte. Er hatte großen Respekt vor Ratten, und diese Ratten, so dachte er, wussten etwas. Sie wussten, dass auf der Cerys kein Passagier mehr sicher war.

»Sep ...«, sagte er nervös.

Septimus wusch sich gerade die Hände. »Komme«, sagte er. »Fertig, 409?«

»Ja«, antwortete Wolfsjunge.

Septimus warf einen letzten Blick in die Runde. Alles war in tadelloser Ordnung, und selbst der rostige Blutgeruch wurde jetzt von Pfefferminzduft überdeckt. In dem Gefühl, gute Arbeit geleistet zu haben, verließ er gut gelaunt den Krankenraum.

Beetle drängte zur Eile.

»He, was ist denn los?«, fragte Septimus.

»Jenna möchte, dass du an Deck kommst. Hier geht etwas Merkwürdiges vor – und die Ratten spüren es.«

»Die Ratten?«

»Ja. Ich habe gerade gesehen, wie sie das Schiff verlassen.«

Septimus hatte ebenfalls Respekt vor Ratten. »Ach«, stieß er hervor.

Wie um Beetles Worte zu unterstreichen, ließ eine Reihe rhythmischer Stöße das hölzerne Gerippe des Schiffes erzittern.

»Komm«, sagte Wolfsjunge, dem es unter Deck jetzt zu eng wurde. »Nichts wie raus hier.« Er rannte zu der Leiter, die zum Mitteldeck führte.

Am Fuß der Leiter blieben sie abrupt stehen. Jemand kam von oben herunter.

Ein großer, dünner und gelb gekleideter Mann mit einem Hut auf dem Kopf, der für Septimus wie ein Stapel gelber Donuts aussah, stieg von der Leiter. Er drehte sich um, sah Septimus direkt an und seufzte schwer.

»Bist du Septimus Heap?«, fragte er in resigniertem Ton.

Septimus und Beetle wussten genug, um einen Dschinn zu erkennen, wenn sie einen vor sich hatten, und Wolfsjunge wusste allemal genug, um zu erkennen, wenn etwas äußerst Sonderbares geschah.

»Sep ... er hat dich gefunden«, flüsterte er aufgeregt.

»Nicht schlecht«, flüsterte Septimus, und laut antwortete er: »Ja. Ich bin Septimus Heap.«

Jim Knee blickte bedrückt. »Hab ich mir fast gedacht. Genau, wie dich die alte Hexe beschrieben hat. Mist, Mist, Mist. Äh ... also dann auf ein Neues: Was ist dein Begehr, oh Meister?«

Vor lauter Aufregung konnte sich Septimus plötzlich nicht mehr an den Wortlaut der narrensicheren Antwort erinnern, die man auf die hochwichtige zweite Frage geben musste – wenn man nicht wollte, dass einem der Dschinn ein Leben lang auf der Nase herumtanzte. Er sah Beetle an und formte mit den Lippen: Wie lautet die Antwort?

Jim Knee wippte ungeduldig mit dem Fuß – waren alle Septimus Heaps so langsam?

»Ich will ... dass du mein Diener wirst... mir immer treu ergeben ... und alles tust, was ich dich heiße zu tun ... das sei dein ganzes Streben«, flüsterte Beetle.

Danke, formte Septimus mit den Lippen, und dann wiederholte er laut und deutlich Wort für Wort, was Beetle ihm gesagt hatte.

»Na, zumindest hast du mehr auf dem Kasten als der letzte Septimus Heap«, lobte Jim Knee, wenn auch nur widerwillig. »Was allerdings keine große Kunst ist.«

Beetle stupste Septimus. »Frag ihn, ob er einen Namen hat«, flüsterte er. »Vielleicht hat ihm schon jemand einen Namen gegeben, und wenn du ihn nicht weißt, kannst du ihn nicht rufen.«

»Ach ja, danke, Beetle. Daran habe ich gar nicht gedacht.«

»Ja, er ist ein schlauer Fuchs. Wahrscheinlich hofft er, dass du ihn nicht danach fragst. Frag einfach, ›Dschinn, wie ist dein Name‹, dann muss er ihn dir sagen.«

Septimus wiederholte die Frage.

Jim Knee blickte höchst verdrießlich. Nach einer langen Pause antwortete er widerstrebend: »Jim Knee«, und fügte dann hinzu: »Oh Hellsichtiger.«

»Jim Knee?«, fragte Septimus, der sich nicht sicher war, ob er richtig verstanden hatte.

»Ja, Jim Knee, oh Kleingläubiger«, antwortete Jim Knee gereizt. »Willst du alles gleich auf einmal erledigen, oder kann ich jetzt gehen und ein Nickerchen halten? Da oben gibt es ein paar sehr gemütliche Kabinen.«

Weitere Erschütterungen rüttelten das Schiff durch.

»Wie es der Zufall will«, sagte Septimus, »könnte ich deine Hilfe im Moment vielleicht gut gebrauchen.«

Jim Knee konnte sich nur schwer an den plötzlichen Verlust seiner Freiheit gewöhnen. »Na schön, oh Anstrengender«, sagte er. »Dein Wunsch ist mir Befehl, und so weiter. Ich werde der hübschen kleinen Kabine später einen Besuch abstatten.«

Beetle warf Septimus einen fragenden Blick zu. »Er ist nicht gerade so, wie man ihn sich erwartet hätte, oder?«

»Nein«, sagte Septimus, während wieder ein Zittern durch das Schiff lief. »Aber wer oder was ist das schon?«

Septimus Heap 05 - Syren
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